Unser Präsident Jörg Schulz reiste Ende Juni gemeinsam mit weiteren Präsidenten und Vorsitzenden aus den Kreisverbänden des DRK-Landesverbandes Nordrhein nach Solferino. Der beschauliche Ort in der Lombardei verwandelte sich zu dieser Zeit wieder in das Herz der globalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Zum alljährlichen Rotkreuztag reisten tausende Freiwillige aus aller Welt an, um den Ursprung unserer gemeinsamen Idee zu feiern.
„Schon bei der Ankunft in der Region rund um den Gardasee war die besondere Energie spürbar. Überall sah man rote Trikots, Jacken und Flaggen", berichtet Jörg Schulz. „Sprachen spielten keine Rolle; ein Lächeln und das gemeinsame Abzeichen reichten für sofortige Verbundenheit."
Beim Besuch der historischen Stätten wurde eindrucksvoll spürbar, warum Henry Dunants Appell „Siamo tutti fratelli“ („Wir sind alle Brüder“) bis heute nichts von seiner Bedeutung verloren hat.
Der bewegendste Moment war die Fiaccolata: Tausende Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus aller Welt zogen mit brennenden Fackeln von Solferino nach Castiglione delle Stiviere – auf dem historischen Weg, auf dem einst Verwundete transportiert wurden. Als die Dämmerung einsetzte, entzündeten tausende Menschen ihre Wachsfackeln, sodass ein Meer aus Licht entstand.
Besonders berührend war die Anteilnahme der Menschen entlang der Strecke: Familien standen vor ihren Häusern, applaudierten den Teilnehmenden und schmückten ihre Fassaden mit italienischen und Rotkreuz-Flaggen.
„Diese Reise war weit mehr als ein Ausflug. Zu erleben, Teil einer weltweiten Familie von Millionen Helferinnen und Helfern zu sein, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und neuen Stolz auf das Rote Kreuz. Mindestens einmal im Leben sollte jede Rotkreuzlerin und jeder Rotkreuzler die Fiaccolata erlebt haben.“
